Import, Abhängigkeiten, Berechtigungen, App Attach und Bereitstellungsformate · Stand September 2026 (Server 1.0.31, Agent 1.0.36)

MSIX-Pakete verteilen

Dieses Dokument beschreibt, wie Sie MSIX-Pakete mit ZeroPortal auf Arbeitsplätze, Terminalserver und virtuelle Desktops bringen: vom Import über Abhängigkeiten und Berechtigungen bis zur Bereitstellung als App Attach. Es setzt einen laufenden Portalserver und installierte Agenten voraus (Administrationshandbuch). Wer im Portal was darf, steht in Benutzer, Rechte, Lizenzen und Protokolle; die Seite des Endgeräts in Client-Agent: Betrieb und Rollout.


1. Was ist das?

MSIX ist das aktuelle Paketformat von Windows (AppX ist der ältere Name derselben Technik). Ein MSIX-Paket ist signiert, installiert sich ohne Adminrechte in einen abgeschotteten Bereich und lässt sich sauber wieder entfernen. Viele Pakete setzen ein Framework voraus, eine Laufzeitkomponente wie Microsoft.VCLibs, die sich mehrere Anwendungen teilen.

Die Paketdatei liegt in einer Freigabe, dem Paket-Repository. Das Portal liest beim Import nur die Metadaten ein und verwaltet, wer das Paket bekommen soll (Berechtigungen) und ob es ausgeliefert wird (Status Veröffentlicht oder Zurückgezogen). Der Agent auf dem Endgerät holt den Katalog beim Abgleich ab, installiert oder registriert die Pakete und entfernt sie wieder, wenn sie zurückgezogen werden.

Was ist App Attach? Für die Bereitstellung gibt es zwei Formen. Bei der klassischen MSIX-Installation kopiert der Agent das Paket vom Repository und installiert es. Bei App Attach liegt das Paket als virtueller Datenträger (VHDX oder CIM) in der Freigabe und wird nur eingehängt; das ist für Terminalserver und virtuelle Desktops gedacht. Das Portal erzeugt diese Datenträger selbst aus dem importierten Paket, die Zuordnung zu Geräten geschieht per Richtlinie.

Die Grundregel: Ein Gerät bekommt ein Paket nur, wenn beides gilt: Das Paket ist veröffentlicht, und es gibt eine Berechtigung, die auf den Benutzer oder das Gerät passt.


2. Wozu ist das gut?

Nicht geeignet ist App Attach für Notebooks, die unterwegs arbeiten: Das Image muss beim Start der Anwendung erreichbar sein. Dort bleibt die klassische Installation die Wahl.


3. Wie nutze ich das?

3.1 Voraussetzungen

3.2 Schritt 1: Importieren

Unter MSIX → Pakete auf Paket hinzufügen klicken, das Repository wählen, mit aktivem Haken Unterordner zur Datei navigieren und Importieren wählen. Erkannt werden .msix, .appx, .msixbundle, .appxbundle und .appinstaller. Die Datei bleibt in der Freigabe. Ein Unterordner je Anwendung hält das Repository übersichtlich.

Paketliste mit dem Knopf Paket hinzufügen

Importdialog mit Suche in Unterordnern

Ein frisch importiertes Paket steht auf Zurückgezogen. Frameworks blendet die Liste aus; der Haken Frameworks anzeigen holt sie herein.

Bundles. Ein Bundle enthält dieselbe Anwendung für mehrere Prozessortypen (x64, x86, ARM64). Im Dialog Architekturen wählen wählen Sie die Varianten, die Sie verteilen wollen, für normale Windows-PCs x64. Die Wahl bestimmt auch, welche Abhängigkeiten das Portal anschließend anzeigt.

Bundle im Importdialog

Dialog Architekturen wählen

3.3 Schritt 2: Prüfen

Pakettyp. In der Kopfzeile der Paketseite steht ein Auswahlfeld mit dem Typ aus dem Manifest: Application, Framework, Modification, Optional oder Resource. Die Bereitstellungsregeln folgen ihm. Deklariert sich eine Laufzeitkomponente als Application, stellen Sie hier auf Framework um; sonst erscheint sie beim Anwender als Programm ohne Funktion.

Signatur. Die Karte Identität & Signatur zeigt unter Zertifikat & Zeitstempel, bis wann das Signaturzertifikat gültig ist und ob die Signatur einen Zeitstempel trägt (Kapitel 4.6). Ein unsigniertes Paket wird als Unsigniert markiert; Endgeräte verweigern dessen Installation.

Abhängigkeiten. Die Karte Abhängigkeiten listet die Frameworks aus dem Manifest:

Anzeige Bedeutung
fehlt · importieren … Nicht im Katalog. Der Knopf sucht zuerst neben dem Paket in der Freigabe; findet er nichts, öffnet sich der Repository-Browser Framework importieren.
im Katalog Vorhanden. Gelb: vorhanden, aber zurückgezogen, dann bekommen Clients es nicht.
berechtigt Alle Berechtigungen des Hauptpakets sind auch auf dem Framework gesetzt.
n Berechtigung(en) fehlen Das Framework hat nicht dieselben Empfänger wie das Hauptpaket; siehe Schritt 3.

Abhängigkeiten fehlen noch

Framework aus dem Repository importieren

Alle Abhängigkeiten im Katalog

Ein fehlendes oder nicht berechtigtes Framework ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Installation auf dem Gerät abbricht, während im Portal alles richtig aussieht.

3.4 Schritt 3: Berechtigen

In der Karte AD-Berechtigungen auf Hinzufügen klicken. Der Dialog sucht in Active Directory (Gruppen und Benutzer, zwei Zeichen reichen), Entra ID, internen Portalkonten, Portalgruppen sowie Geräten und Benutzern aus der Agent-Registrierung (API-Clients).

Empfänger suchen

Berechtigung eingetragen

Gerät oder Benutzer, das ist der wichtigste Unterschied:

Berechtigung für … Was passiert
ein Gerät (Computergruppe, registriertes Gerät) Der Agentdienst installiert das Paket mit dem Computerkonto maschinenweit. Für Standardsoftware und für Pakete mit Store-Lizenz.
einen Benutzer (Benutzergruppe, Konto) Der Benutzerabgleich registriert das Paket mit dem Ticket der Person in ihrem Profil, auf jedem Gerät, an dem sie sich anmeldet. Ist es maschinenweit vorhanden, wird es nur noch registriert.

Verwenden Sie AD-Gruppen; dann steuern Sie die Verteilung über die Gruppenmitgliedschaft. Jede Vergabe und jeder Entzug wird im Audit-Protokoll festgehalten.

Berechtigungen auf Frameworks übertragen. Der Knopf Berechtigungen übernehmen unter der Abhängigkeitsliste kopiert die Berechtigungen des Hauptpakets auf alle Frameworks im Katalog (additiv) und veröffentlicht sie gleich mit. Frameworks, die nicht im Katalog sind, meldet das Portal.

Abhängigkeiten berechtigt

3.5 Schritt 4: Veröffentlichen

Oben auf der Paketseite Veröffentlichen wählen; Zurückziehen nimmt das Paket wieder aus der Auslieferung. In der Paketliste geht dasselbe je Zeile oder für mehrere markierte Pakete auf einmal. Beim Veröffentlichen eines Bundles veröffentlicht das Portal die im Katalog gefundenen Frameworks automatisch mit.

Veröffentlichen auf der Paketseite

Mehrere Pakete markieren und veröffentlichen

Nach dem nächsten Abgleich erscheint das Paket im Tray-Fenster des Agenten; Frameworks lassen sich dort einblenden.

Paket im Tray-Fenster

Frameworks im Tray-Fenster eingeblendet

3.6 Schritt 5 (optional): App Attach

Image erzeugen. Auf der Paketseite in der Karte Quelle & OS-Kompatibilität unter App Attach erzeugen: auf VHDX oder CIM klicken. Die Erzeugung läuft im Hintergrund; der Knopf zeigt den Fortschritt und heißt danach VHDX löschen bzw. CIM löschen. Das Image liegt neben dem Paket in der Freigabe (AppAttach\vhdx oder AppAttach\cim), der Pfad steht unter App-Attach-Disk:. Beide Formate können nebeneinander existieren. Für Pakete mit Store-Lizenz ist die Erzeugung nicht möglich.

Image erzeugen auf der Paketseite

Erzeugung des CIM-Images

Sollen Images automatisch entstehen, schalten Sie unter MSIX → Konfiguration die Option Disk(s) automatisch nach dem Import erzeugen ein und wählen das Format (Kapitel 6).

Geräte zuweisen. Welches Gerät ein Paket als App Attach bekommt, legt die Richtlinie MSIX-Bereitstellung fest. Legen Sie unter Richtlinien einen Richtliniensatz für die Sitzungshosts an (Geltungsbereich zum Beispiel deren OU), fügen Sie die Richtlinie MSIX-Bereitstellung hinzu und tragen Sie Regeln ein: ein Muster auf den Paketfamiliennamen (* erlaubt), optional ein Pakettyp und das Format. Eine neue Richtlinie enthält bereits die Regel * / Framework → MSIX (lokal installiert), weil Frameworks immer klassisch kommen. Darunter genügt für einen Terminalserver eine Regel *App Attach (CIM). Richtliniensätze beschreibt Richtlinien und Vorlagen.

Vorlage MSIX-Bereitstellung wählen

Regelliste der Richtlinie MSIX-Bereitstellung

Paket als App Attach (CIM) im Tray-Fenster

3.7 Pakete mit Store-Lizenz

Ein aus dem Microsoft Store exportiertes Paket (winget download) bringt eine Lizenzdatei <ProductId>_License.xml mit. Legen Sie sie neben das Bundle in die Freigabe und hängen Sie sie auf der Paketseite unter Store-Lizenz: mit Lizenz hinzufügen … an. Zwei Regeln gelten für solche Pakete:

Bundle und Lizenzdatei in der Freigabe

3.8 Neue Version verteilen

Importieren Sie die neue Version wie in Schritt 1. Sie übernimmt Berechtigungen und Abhängigkeitseinstellungen der bisherigen (Standard, Kapitel 4.2) und bleibt zunächst Zurückgezogen, damit Sie sie prüfen können. Sobald Sie sie veröffentlichen, wechseln die Geräte beim nächsten Abgleich. Die alte Version ziehen Sie danach von Hand zurück, oder das Portal erledigt das mit der Option Beim Aktivieren einer Version andere aktive Versionen derselben Family automatisch deaktivieren.


4. Regeln: wann wirkt was

4.1 Wann der Agent abgleicht

Der Agentdienst gleicht den Gerätekontext beim Start und danach alle 60 Minuten ab (MSIX/SyncIntervalMinutes), mit bis zu 10 Minuten Zufallsversatz (Agent/SyncJitterMinutes). Der Benutzerkontext wird bei jeder Anmeldung, beim Entsperren und im selben Intervall abgeglichen. Sofort anstoßen: Sync-ZPAgentPublishingServer oder das Tray-Symbol.

Eine Berechtigung über eine AD-Gruppe wirkt für Benutzer erst mit einem neuen Kerberos-Ticket, also nach Ab- und Anmelden, sofern nicht die Agent-Einstellung Kerberos-Tickets des Benutzers vor dem Benutzer-Sync löschen aktiv ist.

4.2 Versionswechsel

4.3 Zurückziehen und Entfernen

Ziehen Sie ein Paket zurück oder entfernen Sie die Berechtigung, entfernt der Agent es beim nächsten Abgleich (MSIX/AutoUninstallOnUnpublish, Standard an); MSIX/GlobalRemovalPolicy bestimmt den Zeitpunkt: Immediate (Standard), WhenIdle, OnReboot oder Disabled. Läuft die Anwendung gerade, schiebt der Agent das Entfernen auf (MSIX/DeferRemovalWhileInUse, Standard an), spätestens nach 24 Stunden (MSIX/RemovalIdleTimeoutHours) entfernt er das Paket auch bei laufender Anwendung. Frameworks bleiben ohne Fehlermeldung stehen, solange ein anderes Paket sie braucht, auch eines aus dem Store (Ereignis 2507 im Gerätekontext, 2516 im Benutzerkontext).

4.4 Ältere Version verteilen (Downgrade)

Das Ausliefern einer älteren Version über eine auf dem Gerät vorhandene neuere ist standardmäßig gesperrt: Der Agent überspringt das Paket (Ereignis 3501 Gerätekontext, 3510 Benutzerkontext), die neuere Version bleibt. Grund: Die neuere Version kann aus einer Quelle stammen, die das Portal nicht kennt (Store, Windows Update); ohne Sperre würde der Agent sie bei jedem Abgleich ersetzen.

Wollen Sie ein Downgrade, etwa nach einem fehlerhaften Update, erlauben Sie es mit der Richtlinie Paket-Downgrade-Steuerung je Paketfamilie (Muster wie Contoso.*; die erste passende Regel von oben gewinnt). Eine neue Downgrade-Richtlinie beginnt mit der Regel *Downgrade verweigern; setzen Sie Ihre Erlaubnisregel darüber, sonst wird sie nie erreicht. Die Agent-Einstellung MSIX/AllowDowngrade erlaubt Downgrades für alle Pakete des Geräts und ist nur für Testgeräte gedacht; die Richtlinie geht ihr vor.

Ein erlaubtes Downgrade entfernt zuerst die neuere Version und installiert dann die ältere; Frameworks werden nie zurückgestuft. Testen Sie vorher: Die ältere Anwendung verlangt unter Umständen ältere Frameworks, die das Gerät nicht mehr hat.

4.5 Bereitstellungsformat: MSIX oder App Attach

Ohne Richtlinie MSIX-Bereitstellung werden alle Pakete klassisch installiert. Mit ihr gilt je Paket die erste passende Regel von oben:

Format Wirkung
MSIX (lokal installiert) Klassische Installation vom Repository
App Attach (VHDX), App Attach (CIM) Image von der Freigabe einhängen statt kopieren
Nicht ausliefern (Deny) Das Paket wird auf diesen Geräten nicht ausgeliefert, auch wenn es berechtigt ist

Es ist eine Maschinenrichtlinie: Das Format gilt für alle Pakete des Geräts, auch für benutzerberechtigte. Gibt es kein Image im gewünschten Format oder ist die Freigabe nicht erreichbar, liefert der Agent klassisch aus (Ereignis 3620); läuft das Paket bereits aus einem Image, bleibt es dabei (Ereignis 3533). Pakete mit Store-Lizenz kommen immer klassisch (Ereignis 3504). Bei einem Formatwechsel beendet der Agent eine laufende Anwendung (MSIX/TerminateAppsForFormatSwitch, Standard an); auf aus wartet er, bis sie geschlossen ist. Eine lokal neuere Version wird nie durch eine ältere im anderen Format ersetzt (Kapitel 4.4).

VHDX oder CIM? VHDX hat die breiteste Kompatibilität mit Windows-Versionen und ist die Wahl im Zweifel. CIM ist kompakt, kann aber keine Schreibzugriffe auf den virtuellen Datenträger verarbeiten. Ein Paket, das in sein eigenes Installationsverzeichnis schreibt, scheitert daher aus einem CIM-Image; das ist eine Eigenschaft des Formats, kein Fehler von ZeroPortal. Viele Pakete, die mit dem Package Support Framework umgebaut wurden, funktionieren trotzdem, weil die Umleitungen Schreibzugriffe an eine andere Stelle lenken. Startet ein Programm aus CIM nicht oder scheitert es beim Speichern, erzeugen Sie stattdessen ein VHDX und stellen die Regel auf App Attach (VHDX) um.

Die Größe eines VHDX legt das Portal aus Paketgröße und eingestellter Reserve fest; reicht sie nicht, wiederholt es die Erzeugung mit größerem Datenträger. Ein CIM wächst von selbst.

4.6 Signaturen und Ablaufdatum

Ob ein Zertifikat vertrauenswürdig ist, prüft nicht das Portal, sondern Windows auf dem Gerät bei der Installation. Importieren Sie deshalb nur Pakete aus Quellen, denen Sie vertrauen.

Abgelaufenes Zertifikat, was dann? Entscheidend ist der Zeitstempel der Signatur. Trägt die Signatur einen Zeitstempel, prüft Windows, ob das Zertifikat zum Zeitpunkt der Signatur gültig war, und installiert das Paket auch nach dem Ablauf weiter. Fehlt der Zeitstempel, lässt sich das Paket nach dem Ablauf nicht mehr installieren und muss neu signiert und erneut importiert werden. Bereits installierte Pakete laufen in jedem Fall weiter. Die Einstellung Signatur-Warnschwelle (Tage vor Cert-Ablauf) (Standard 14) legt fest, ab wann die Paketseite das Ablaufdatum rot markiert.

4.7 Selbstinstallation durch Benutzer

Windows erlaubt Standardbenutzern das Installieren signierter MSIX-Pakete per Doppelklick, auch am Portal vorbei; ZeroPortal kann das nicht unterbinden. Die Windows-Richtlinie BlockNonAdminUserInstall hilft nicht: Sie blockiert auch den Benutzerabgleich des Agenten (Zugriff verweigert, 0x80070005); nur maschinenweit berechtigte Pakete kämen noch an. Verwenden Sie stattdessen eine AppLocker- oder WDAC-Regel auf Herausgeberbasis: fremde Herausgeber sperren, die Zertifikate der eigenen Pakete erlauben. Der Agent liefert dann weiter aus.


5. Betrieb und Fehlersuche

Wo Sie nachsehen

Ort Was Sie dort finden
Tray-Fenster des Agenten Verwaltete Pakete mit Zustand, Bereitstellungszeiten je Paket, Hinweisfenster mit Fehlern (Klick öffnet den Log-Ordner)
C:\ProgramData\NickIT\ZeroPortalAgent\Logs\agent-<Datum>.log Dienst: Gerätekontext, App Attach, Entfernen
C:\ProgramData\NickIT\ZeroPortalAgent\Logs\usersync-<Benutzer>-<Datum>.log Benutzerabgleich der jeweiligen Person
Paketseite im Portal Abhängigkeiten, Signatur, Fehler der Image-Erzeugung (fehlgeschlagen — erneut versuchen)
C:\ProgramData\NickIT\ZPServer\Logs\ZeroPortalLogs.log Serverseitige Fehler beim Import und bei der Image-Erzeugung
Globale Konfiguration → Audit-Protokoll Wer wann welche Berechtigung vergeben oder entzogen hat

Bereitstellungszeiten im Tray-Fenster

Auf dem Gerät (PowerShell, Modul des Agenten):

Get-ZPAgentSync                  # Ist der MSIX-Abgleich eingeschaltet?
Get-ZPAgentStatus                # Dienst, Server, letzter Abgleich
Sync-ZPAgentPublishingServer     # Abgleich sofort anstoßen
Get-ZPAgentPackage               # Vom Agenten verwaltete Pakete
Get-ZPAgentMountedPackage        # Eingehängte App-Attach-Images
Get-ZPAgentConfiguration         # Alle Schalter mit Wert und Herkunft

Wichtige Ereignisse im Agent-Log

ID Bedeutung
2504 Entfernen aufgeschoben (Zeitpunkt der Entfernung ist WhenIdle oder OnReboot)
2506 Entfernen aufgeschoben, weil die Anwendung noch läuft
2507 / 2516 Framework wird noch gebraucht und bleibt installiert (Gerät / Benutzer)
2538 Neuere Version bereits vorhanden, Anforderung gilt als erfüllt
3410 Bereitstellung dauerte länger als die Warnschwelle; nennt die wahrscheinliche Ursache
3501 / 3510 Downgrade gesperrt, Paket übersprungen (Gerät / Benutzer)
3504 Paket mit Store-Lizenz trotz App-Attach-Regel klassisch geliefert
3514 Paket mit Store-Lizenz nur benutzerberechtigt, übersprungen
3532 Eingehängtes Image nach Neustart verloren, wird neu eingehängt
3533 App-Attach-Bereitstellung beibehalten, Image derzeit nicht erreichbar
3620 App Attach angefordert, aber kein erreichbares Image; Rückfall auf MSIX
4501 / 4502 Bereitstellung / Rücknahme im Gerätekontext fehlgeschlagen, mit Fehlercode
4512 Entfernen im Benutzerkontext fehlgeschlagen
4530 Einspielen einer Store-Lizenz fehlgeschlagen
4531 Einhängen eines App-Attach-Images fehlgeschlagen, Rückfall auf MSIX

Fehlersuche

Symptom Ursache Abhilfe
Paket erscheint auf keinem Gerät MSIX-Abgleich im Agenten aus (Standard nach der Installation) Get-ZPAgentSync; Gruppenrichtlinie Sync MSIX einschalten prüfen
Paket erscheint beim Anwender nicht Paket Zurückgezogen oder keine passende Berechtigung Status und Karte AD-Berechtigungen prüfen; bei AD-Gruppen ab- und anmelden
Installation bricht ab, Fehler 0x80073CF3 Framework fehlt im Katalog, ist zurückgezogen oder nicht berechtigt Karte Abhängigkeiten prüfen, Berechtigungen übernehmen
Fehler 0x800B0109, oder Installation schlägt seit Kurzem fehl Signaturzertifikat auf dem Gerät nicht vertrauenswürdig, oder abgelaufen ohne Zeitstempel Zertifikat per GPO verteilen (Kapitel 3.1) bzw. Paket neu signieren und erneut importieren (Kapitel 4.6)
Fehler 0x80073D06 oder Ereignis 3501/3510 Neuere Version auf dem Gerät, Downgrade gesperrt Neuere Version veröffentlichen oder Downgrade per Richtlinie erlauben (Kapitel 4.4)
Fehler 0x80070005 im Benutzerabgleich Windows-Richtlinie BlockNonAdminUserInstall aktiv Richtlinie aufheben oder Paket maschinenweit berechtigen (Kapitel 4.7)
Paket mit Store-Lizenz kommt nicht an, Ereignis 3514 Nur Benutzer berechtigt Computergruppe berechtigen (Kapitel 3.7)
Programm startet aus App Attach nicht oder scheitert beim Speichern CIM-Image, Paket schreibt in sein Installationsverzeichnis VHDX erzeugen und Regel auf App Attach (VHDX) stellen (Kapitel 4.5)
Paket kommt als MSIX statt App Attach, Ereignis 3620 Kein Image im Format der Regel, oder Freigabe vom Gerät aus nicht lesbar Image erzeugen; Freigabe als Computerkonto testen; Ereignis 4531 nennt Pfad und Fehlercode
Image-Erzeugung schlägt fehl Dienstkonto des Portals ohne Schreibrechte auf AppAttach\vhdx bzw. AppAttach\cim, oder verschlüsseltes Store-Bundle Rechte prüfen; Server-Log lesen
Bereitstellung dauert Minuten, Ereignis 3410 Signaturprüfung ohne Internet läuft in Zeitüberschreitungen Bekannte Fehlerbilder
Gerät bekommt Pakete doppelt oder von zwei Portalen Mehrere Publishing-Server eingetragen und Agent/ServerFailover aus Schalter an = ein Cluster, erster erreichbarer Server gilt; aus = Kataloge aller Server werden zusammengeführt

6. Anhang: Technische Referenz

Einstellungen unter MSIX → Konfiguration

Die Werte gelten für alle Server eines Clusters; Einstellungen zurücksetzen stellt die Standardwerte wieder her. Die Einstellungen, die Sie üblicherweise anpassen:

Einstellung Standard Bedeutung
Ordnerschema für erzeugte Disks [PackageFolder]\AppAttach Zielordner der Images; [PackageFolder] ist der Ordner der Paketdatei, vhdx bzw. cim wird angehängt. Das Dienstkonto des Portals braucht dort Schreibrechte.
Disk(s) automatisch nach dem Import erzeugen aus Nie für Frameworks und Pakete mit Store-Lizenz
Format für die automatische Erzeugung VHDX VHDX, CIM oder VHDX + CIM
VHDX-Größenreserve (MB) 64 Zusätzlicher Platz bei der Größenberechnung; nur VHDX
Beim Aktivieren einer Version andere aktive Versionen derselben Family automatisch deaktivieren aus Greift beim Veröffentlichen (Kapitel 4.2)

Agent-Einstellungen für MSIX

Per Gruppenrichtlinie (ADMX), per ZeroPortal-Richtlinie Agent-Konfiguration oder lokal mit Set-ZPAgentConfiguration -<Schalter> <Wert>. Rangfolge: Gruppenrichtlinie vor ZeroPortal-Richtlinie vor lokalem Wert. Get-ZPAgentConfiguration zeigt alle Schalter mit Wert und Herkunft; die Schalter aus Kapitel 4 sind dort mit ihren Standardwerten genannt.

Schalter Standard Bedeutung
MSIX/MSIXSyncEnabled aus MSIX- und App-Attach-Abgleich aktiv (ADMX: Sync MSIX einschalten)
MSIX/MSIXPackageRoot leer Standortlokale Freigabe oder DFS statt der zentralen Quelle (ADMX: Paketquellen-Stammpfad überschreiben)
MSIX/AllowDowngrade aus Downgrade pauschal erlauben; Richtlinie hat Vorrang
MSIX/SelfHealEnabled an Fehlende Pakete beim Abgleich neu installieren
MSIX/SeedLicensedUserPackages aus Pakete mit Store-Lizenz auch bei reiner Benutzerberechtigung maschinenweit vorbereiten
Agent/ServerFailover an Ein Server je Abgleich (Cluster); aus = Kataloge aller Server zusammenführen
Agent/SlowDeployWarnSeconds 30 Schwelle für Ereignis 3410

PowerShell-Modul des Portals

Die Cmdlets des Moduls ZeroPortal decken denselben Weg wie die Weboberfläche ab:

Get-MsixZeroPortalPackage               # Katalog abfragen (-Name, -Family, -Id, -EnabledOnly)
Import-MsixZeroPortalPackage            # Paket importieren (-PackagePath, bei Bundles -Architecture)
Set-MsixZeroPortalPackage               # Veröffentlichen oder zurückziehen (-Id, -Enabled $true/$false)
Remove-MsixZeroPortalPackage            # Katalogeintrag löschen
Get-MsixZeroPortalPackageEntitlement    # Berechtigungen eines Pakets anzeigen
Grant-MsixZeroPortalPackage             # AD-Gruppe berechtigen (-Id, -GroupName, -AutoDependencies)
Copy-MsixZeroPortalPackageEntitlement   # Berechtigungen auf die Frameworks übertragen
Revoke-MsixZeroPortalPackage            # Berechtigung entziehen

Import-MsixZeroPortalPackage -PackagePath '\\files01\Packages\MSIX\Contoso.App.msixbundle' -Architecture x64
Grant-MsixZeroPortalPackage -Id 42 -GroupName 'APP-Contoso-Users' -AutoDependencies
Set-MsixZeroPortalPackage -Id 42 -Enabled $true